FAQs Koi aus Indonesien

Wir arbeiten nur mit der Samudra Koifarm in Indonesien zusammen, zum Einen, weil diese Farm sehr sauber arbeitet und zum Anderen, weil Samudra eine sehr gute Qualität an Koi züchtet.

Deshalb können wir nur für diese Farm sprechen.

Wachstumspotential

Ganz generell gibt es in Indonesien genauso wie in Japan in jeder Zucht Tiere, die ein großes Potential mitbringen, und es gibt Tiere, die schon in den ersten Wochen zurückbleiben. Hierzu dient die Selektion seitens des Züchters.

 

Wir bekommen von unserer Koifarm die Tiere, die das beste Potential aufweisen, aber auch hier läßt sich nach einigen Wochen beobachten, daß es einige gibt, die extrem wachsen, es gibt auch ein paar, die nicht so schnell wachsen.

Die Tiere, die wir aus Indonesien bekommen, haben eine enorme Größe für ihr Alter vorzuweisen. Dies liegt natürlich zum Einen an der eben genannten Veranlagung, zum Anderen aber auch daran, daß die Fische dort rund ums Jahr auf sehr hohen Temperaturen schwimmen. Hier haben wir sehr lange mit unserer obersten Amtsveterinärin gesprochen, die ursprünglich aus der Fischwirtschaft kommt und wie wir der Meinung ist, daß es für einen karpfenartigen Fisch völlig normal ist, unter konstant hohen Wassertemperaturen ein Wachstum von 1-1,5cm pro Woche in den ersten Monaten zu schaffen. Dies liegt einfach daran, daß der Stoffwechsel bei konstanten Temperaturen von 26-28°C auf Hochtouren läuft. Wenn nun noch angemessen gefüttert wird, dann ist es völlig normal, daß die Fische mit 6 Monaten auch schnell mal eine Größe von 35+cm aufweisen können. Das hat nichts mit Mast zu tun, sondern einfach mit der Biologie und dem Stoffwechsel des Koi.

Und die konstanten hohen Temperaturen mit dem einhergehenden Stoffwechsel sind auch der Grund, warum man bei den Indonesischen Koi oft schon mit ein paar Monaten sagen kann, welches Geschlecht sie haben.

 

Auf die immer wieder gestellte Frage, wie sich die Tiere bei unseren Temperaturen dann im Wachstum weiter verhalten, können wir aus unserer zweijährigen Erfahrung mit ihnen sagen, daß sie sich super weiter entwickeln. Es gibt sicher immer ein paar, die langsamer wachsen, jedoch können wir als Resultat sagen, daß das Wachstum hier bei uns in einer Innenhälterung bei 16-26°C (je nach Jahreszeit) in einem Monat im Schnitt bei 3-3,5cm lag. Damit können wir sehr zufrieden sein, da wir hier in der Verkaufssaison nur auf Erhalt füttern können (sie haben sich sehr gut 'erhalten'...).

Sehr viele Kunden, die von uns Aragoke gekauft haben, berichten, daß die Entwicklung mehr als zufriedenstellend ist.

 

Zum Schluß ein kurzes Wort über die Frage, wie groß die 'großen Koi' waren, die wir bei unserem Besuch auf der Koifarm gesehen haben:

In der Regel werden dort Tiere, die die 70cm Marke erreichen (oft schon mit unter 2 Jahren), sofort verkauft, da es dort einfach nicht das Käuferpotential für größere Koi gibt. Hierzu kommt das Wetter bedingte Risiko in den Mudponds während der Regenzeit. Es kommt aufgrund der enormen Regengüsse leider zu oft zu einem Säuresturz in den Naturteichen. Es ist also üblich, keine Fische mit über 60 oder 70cm länger in den Mudponds zu halten. Deshalb haben wir dort nur sehr wenige sehen können.

 

Die Elterntiere werden normalerweise auch niemandem gezeigt und in sicheren Betonteichen gehältert. Dies liegt einfach daran, daß sehr oft gerade die Elterntiere aus den Naturteichen oder Becken gestohlen werden. Wir durften uns einige wenige Elterntiere ansehen: Doitsu Showa und Gosanke. Die Tiere hatten ein ungefähres Alter von 3 Jahren mit Größen von 70-80cm. Bei der Sanke Mutter schwamm eine Kohaku Tochter, die ihre Mutter sogar schon mit 5 cm überholt hat. Leider war es uns untersagt, Bilder zu machen, da durch die Veröffentlichung dieser Fotos der Standort der Becken erkannt werden könnte... Verständlich...

 

 

Winterhärte der indonesischen Koi

In Bezug auf die Frostempfindlichkeit haben wir uns natürlich auch zu Beginn viele Gedanken gemacht. Wichtig war es uns, mit Personen zu sprechen, die diesen Punkt aus einem neutral wissenschaftlichen Standpunkt heraus betrachten. Hier war die oberste Amtsveterinärin mit ihren Erfahrungen bezüglich der Biologie des Karpfens für uns die Richtige. Sie argumentierte genauso wie wir es uns dachten:

 

Ein Koi gehört zu der Gattung des Cyprinus Carpio. Dies bedeutet, daß er ein wechselwarmes Tier ist. Diese biologische Eigenschaft läßt sich mit der recht jungen Zucht in Indonesien auf tropischen Temperaturen nicht herauskeuzen! Dies bedeutet, daß der Fisch, wenn er schnellen und starken Temperaturschwankungen unterliegt, einen gesundheitlichen Schaden nehmen kann, da er versucht, die Körpertemperatur der Außentemperatur anzupassen. Geschieht das jedoch in üblichen langsamen Schritten, dann ist das für einen Koi, der in Indonesien gezüchtet wurde ebenso wenig ein Problem wie für die japanischen Koi.

Diese haben im Übrigen auch noch nie einen Winter erlebt! Sie werden vor Einbruch der Kälte aus den Mudponds geholt und in die Glashäuser gebracht.

 

Nachtrag 2018

Den ersten deutschen Winter 17/18 haben alle Aragoke, die wir letzes Jahr in die Freiheit entließen, super gut überstanden! Manche mit Heizung, viele ohne :-)

 

Gesundheit und Sicherheit der importierten Fische

Hierzu sollte man zu allererst zu sagen, daß jeder Import von Koi ein Risiko mit sich bringt, das von jedem verantwortungbewußten Händler durch eine ordnungsgemäße Quarantäne eizugrenzen ist!

 

Wir haben die Samudra Koifarm persönlich besucht und können nur sagen, daß hier ordentlich und sicher gearbeitet wird. Wenn ein Mudpond abgelassen wird, dann wird dieser immer mit Branntkalk desinfiziert und über Wochen trocken gelegt.

Viele der Mudponds sind gepachtet, das bedeutet, daß nach ca. 3 Jahren Teichwirtschaft ein Pond zu einem Kornfeld wird. Wasserspezifische Bakterien oder Viren haben keine Möglichkeit, langfristig im Boden zu überleben. Eine Arbeitsweise, die in jeder Fischwirtschaft von ganz großem Vorteil wäre!

 

Bevor die Koi die Samudra Koifarm verlassen, kommen sie gesondert (je nach Mudpond) in diverse Quarantäneanlagen.

Nach ca. 2 Wochen werden unsere Fische zu unserer Exportfirma nach Jakarta geschickt. Dort herrscht dann absolute Hygiene. Jedes Quarantänebecken wird bei jedem Besatzwechsel komplett desinfiziert.

Es werden von jeder Varietät (sozusagen von den jeweiligen Geschwistern der zu exportierenden Koi) KHV Tests durch das Landeslabor in Jakarta durchgeführt.

Die Fische bleiben je nach Stabilität ca. 2 Wochen in der Quarantäne. Erst nach Abklärung des 100% guten gesundheitlichen Zustandes gehen sie in den Export.

Und dann zu uns in Quarantäne, um wieder beprobt zu werden...

 

Wir können aus unserer zweijährigen Erfahrung mit diesen Tieren von der Samudra Koifarm behaupten, daß sie ein enorm gutes Immunsystem haben! Resistenzlagen konnten wir auch in bakterieller Hinsicht nicht feststellen. Wenn ein Tier eine leichte Entzündung durch eine angeschlagene Schuppe hatte, dann findet hier ein Selbstheilungsprozess statt, den wir selten so kennen.

 

Im Allgemeinen sind unsere indonesischen Fische sehr lebensfrohe, gesunde und zutrauliche Koi, die scheinbar wirklich keine schlechten Erfahrungen mit Menschen machen mußten.

Für die Sicherheit haben wir alles gegeben!

Indonesien ist nicht zwingend das Land für KHV, es kommt dort nicht öfter oder seltener vor als in Japan, Europa, USA etc... Es ist nur weitaus schwieriger zu erkennen, da KHV bei einer Temperatur von 17-24° normalerweise nur zum Ausbruch kommt; und genau da liegt das Problem: In Indonesien beträgt die Durchschnittstemperatur des Wassers 26-28°. Auch aus der Frischwasserleitung kommt nicht weniger als 26°, was zu einem Problem führte, als wir mit unseren Exporteuren darüber sprachen, wie sie vorab für uns einen zuverlässigen KHV Test machen sollten. Wir haben lange gechattet, dann kam die Lösung:
1. Unser Züchter Yusuf in Blitar hat unsere Elterntiere sicher unter Verschluß, kein Vogel, kein Frosch, kein Mensch hat Zugang; Mitarbeiter nur mit vorherigem Vollbad in antiseptischer Seife! Kein Witz!
Außerdem haben wir neben der eigenen Quarantänestation auch eigene Mudponds!!! Nur für uns! Das soll Japan mal nachmachen :-)
2. Die Quarantäne in Jakarta läuft nun nach absoluten deutschen Vorbildern in Sachen Sicherheit ab. Da haben wir mit unseren Jungs zusammen einen völlig neuen Qualitätsstandard in Indonesien bezüglich der Quarantäne vor dem Export eingeführt, den wirklich kein Exporteur so genau nimmt wie unserer! Alles wird desinfiziert, jedes Becken hat eigene Wannen, Spritzschutz etc.
Die Koi werden nach dem Transport aus Blitar (Samudra Koifarm), der ca. 20 Stunden dauert, in ihre Quarantäne in Jakarta gesetzt. 2 Tage danach werden sie von Dhanimon, dem Quality Manager der Quarantäne, in 2er Grüppchen in Transporttüten verpackt und für 2 Tage mit Sauerstoff versorgt auf ca. 18° runtergekühlt. Dies macht er in einem Raum, der mit einer Klimaanlage versorgt ist.
Dann entnimmt er entweder Kiemenproben, die er nach unserer Anleitung herausschneidet und eisgekühlt persönlich ins staatliche Labor für Fischwirtschaft in Jakarta bringt, oder er bringt Lebendfische dorthin. Dann warten wir das Ergebnis von jedem Batch (!) ab. Wenn alles negativ ist, geht es ab zu uns.
3. Wir beproben pro Shipment mindestens 30 Koi mit unserer obersten Amtsveterinärin zusammen. Sie ist ein Fan von den indonesischen Tieren und unterstützt uns wahnsinnig toll! Und die Gespräche über Koigesundheit und Virologie sind unbezahlbar! Lieben Dank dafür Frau Bartschat!!!
Die Proben werden von ihr direkt ins staatliche Landeslabor gebracht.
Wir testen nebenbei auch gern noch einmal bei einem sehr rennomierten Privatlabor, wo wir auch auf CEV gecheckt haben. Und die Proben hat sogar unsere Amtsveterinärin persönlich "für die Konkurrenz" aus den Kiemen geschnitten...

Und wenn dann immer noch alles eindeutig negativ ist, dann gehen die Indonesier nach ihrer üblichen Quarantänezeit auch in den Verkauf. Übrigens haben wir fast nie auch nur einen Parasiten auf diesen Tieren gefunden. Sie sind scheinbar zu cool dafür...
Aber mal ganz ehrlich, soviel Sicherheit kostet zwar viel Geld, aber gibt einem doch irgendwie ein gutes Gefühl, oder?

Wer Interesse am Erfahrungsaustausch von Kunden mit uns und auch den Indonesiern direkt hat, kann gern unserer kleinen Interessensgemeinschaft auf Facebook beitreten. Hier werden immer die aktuellsten Dinge über die Aragoke Chagoi direkt gepostet:

Eine kurze Mitteillung für alle, die bei Facebook sind und ernsthaftes Interesse an der Varietät der Aragoke Chagoi haben:

 

Wir haben eine kleine Facebook Gruppe gegründet, weil wir hier sehr viel schneller Dinge veröffentlichen können, als über die Homepage. Der eine oder andere Post würde hier vielleicht auch den Rahmen sprengen...

 

Auf der Facebook Seite 'Aragoke Chagoi - Samudra Koifarm' finden sich private Posts von allen, die beteiligt sind. Hierzu gehört ganz voran natürlich der Züchter persönlich... Yusuf hält uns in der Gruppe also halböffentlich immer auf dem Laufenden!

Auch kann hier jeder Fragen oder Erfahrungen zu seinen Aragoke posten.

Und nicht zuletzt werden hier ernste (und weniger ernste) Dinge von uns veröffentlicht, die das Thema betreffen. So auch nach und nach Dinge, die wir in Indonesien erfahren durften...

 

Wer Lust hat, kann hier gerne zwanglos beitreten. Bitte auf das Bild oder diesen LINK klicken. Wir bestätigen dann gern die Anfrage.

 

Viel Spaß!

Öffnungszeiten 18/19

15. Oktober 18 - 15. April 19

Montag nach Vereinbarung
Dienstag 14.00 - 18.00 Uhr
Mittwoch 14.00 - 18.00 Uhr
Donnerstag    nach Vereinbarung
Freitag 14.00 - 18.00 Uhr
Samstag 14.00 - 18.00 Uhr
Sonntag nach Vereinbarung

 

Terminvereinbarung außerhalb der Öffnungszeiten gerne möglich.

Nehmen Sie hierzu bitte telefonischen Kontakt mit uns auf.


Koi Grünpflanzen Bonsai

Parkstraße 2

14974 Ludwigsfelde (bei Berlin)


Telefon 03378/5185100